Website der Freiwilligen Feuerwehr Nonnenhorn am Bodensee

16.12.2011 Sturmtief Joachim trifft auch Nonnenhorn

Das über ganz Süddeutschland hinüber ziehende Sturmtief Joachim hat auch in Nonnenhorn Spuren hinterlassen.  Während es  im Laufe des Tages noch relativ “windstill” war, spitzte sich die Situation am späten Nachmittag zu.  Die ganze Wucht des Sturmes Joachim traf zunächst mit Nonnenhorn den westlichen Teil des Landkreis Lindau.
Die Feuerwehr Nonnenhorn wurde als erste im Landkreis Lindau um 16:55 Uhr alarmiert. Dann folgten Schlag auf Schlag durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Kempten Alarmierungen für nahezu alle Feuerwehren im Landkreis Lindau.

Das Alarmstichwort für die Feuerwehr Nonnenhorn lautete “THL(=Technische Hilfeleistung) Baum auf Schiene”. So hinterlegt in dem Einsatzleitrechner der ILS. Tatsächlich, so stand es auch bereits in der Zusatzinfo auf dem Alarmfax, befand sich ein Trampolin auf den Schienen der Bahnstrecke Lindau – Friedrichshafen im Bereich Nonnenhorn. Einsätze im Bahnbereich sind aufgrund des Zugverkehrs immer ein Risiko für die Einsatzkräfte, so dass vor Betreten der Gleisanlagen die Bahnstrecke gesperrt werden und in ausreichender Entfernung Sicherheitsposten zur Eigensicherung der Einsatzkräfte aufgestellt werden müssen. Daher war auch der diensthabende Notfallmanager der Eisenbahn bereits alarmiert.
Die erste Erkundung durch das zuerst an der Einsatzstelle eintreffende Löschgruppenfahrzeug Florian Nonnenhorn 43/2 ergab jedoch, dass sich das Trampolin nicht auf, sondern nur in der Nähe der Gleisanlagen befand.
Aufgrund der Größe des Trampolins war jedoch eine Sicherung bei der Windstärke nicht möglich. Daher wurde entschieden die Sprungfläche auszuhängen, um das Trampolin zu sichern. Das Mettalgestell des Trampolins war bereist völlig verbogen und nicht mehr zu retten.
Die Besatzung des zweiten Fahrzeugs Florian Nonnenhorn 11/1 kontrollierte währenddessen den weiteren Ortsbereich. Dabei wurde ein Gartenbank die ca. 10 m durch einen Garten geflogen war gesichert. Weiterhin wurden im Bereich des Kapellenplatzes mehre Äste des Mammutbaumes miteinem Durchmesser von ca. 15-20 cm entfernt. Ebenfalls im Bereich des Kapellenplatzes wurde von einem Gartenzelt eine Zeltplane entfernt, damit dieses keine Angriffsfläche für den Wind bieten konnte. Das Metallgestell des Zeltes war bereist komplett verbogen und zerstört.
An einer weiteren Stelle waren von einem Schuppendach Dachziegeln in die Regenrinne herabgerutscht und drohten auf den darunter liegenden Gehweg zu fallen. Die Dachziegeln wurden gesichert. Eine ebenfalls im Dachbereich “hängende” größere Holzbohle war ohne Leiter nicht zu erreichen. Das Löschgruppenfahrzteug Florian Nonnenhorn 43/1 wurde zu Hilfe gerufen und mit einer Steckleiter die Holzbohle vom Dach entfernt.
Bis zum Abklingen der starken Sturmböen blieb die Mannschaft weiterhin im Feuerwehrhaus in Einsatzbereitschaft, die gegen 18:30 wieder aufgelöst werden konnte.

Einsatzbeginn: ca. 16:55 Uhr
Einsatzende: ca. 18:30 Uhr
Eingesetzte Fahrzeuge:
Florian Nonnenhorn 43/1, Florian Nonnenhorn 11/1
Einsatzkräfte: 21 Mann


1 Kommentar

  1. News aus der Feuerwehr-Szene…

    16.12.2011 Sturmtief Joachim trifft auch Nonnenhorn – <b>Feuerwehr</b> <b>…</b>…

    Trackback by Feuerwehr News — 16. Dezember 2011 @ 19:55

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